Freitag, 14. November 2014

Flüchtlinge in Berliner Schule, Streit mit Todesfolge



Laut Süddeutscher Zeitung vom 14.November 2014 gab es vor rund sieben Monaten einen Streit mit Todesfolge in einer Berliner Schule. Der Täter wurde nun zu fünf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Es handelt sich dabei um einen 41-jährigen Gambianer. Er hatte in der von Flüchtlingen besetzten Gerhart-Hauptmann Schule in Berlin-Kreuzberg einen der Flüchtlinge erstochen. Dabei habe er nicht aus Notwehr gehandelt. Denn der Streit ging darum, wer als Erster die Dusche benutzten dürfe. Der Täter hatte neunmal mit einem Messer auf das Opfer eingestochen. Der verletzte Marokkaner starb nach dem Angriff am 25.April 2014. Der Angeklagte gab zwar die Attacke zu, er gab aber an, sich in einer bedrohlichen Situation befunden zu haben. Die vom Staatsanwalt geforderte Haftstrafe betrug sieben Jahre. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch.
Die anderen 45 Flüchtlinge, die noch in der besetzten Schule wohnen dürfen dort bleiben, denn es gib zwischen ihnen und dem Bezirk eine im Juli 2014 beschlossene Nutzungsvereinbarung. Daher untersagt das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg dem Bezirk eine Räumung.
Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, wurde gleichzeitig vom Landgericht Berlin in zwei Eilverfahren beschlossen, dass grundsätzlich das Verwaltungsgericht für alle Klagen der Flüchtlinge gegen die Räumung zuständig ist.

Allerdings möchte sich der Bezirk nicht das Hausrecht und den Zugang zur Schule nehmen lassen. Aufgrund von Bedrohungen werde man, nach Aussage vom Bezirkssprecher Sascha Langenbach, wenn nötig, um Amtshilfe durch die Polizei bitten um das besetzte Gebäude betreten zu können.

Ich finde es erschreckend, wie willkürlich die Flüchtlinge in Berlin-Kreuzberg sich den Zugang zur Schule verschaffen konnten. Außerdem ist es unglaublich, dass sie überhaupt nicht betreut werden. Dadurch stauen sich Aggressionen auf, die, wie gesehen, durch Kleinigkeiten eskalieren.





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