Sonntag, 19. Oktober 2014

Ebola- Impfstoff



Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung soll ab Morgen, Montag, den 20.10.2014 ein Impfstoff von Kanada nach Genf zur Weltgesundheitsorganisation WHO geliefert werden. Dieser Impfstoff wird dann gegen das Ebola-Virus eingesetzt werden. Die gekühlten 800 Einheiten werden in drei getrennten Lieferungen von Kanada nach Genf gesendet.


Nach zehnjähriger Forschung und positiven Tierversuchen, wird der Impfstoff nun am Menschen getestet. Für wieviel Menschen die Menge an Impfstoff ausreicht ist unklar, denn es gibt laut Behörden keinerlei Erfahrungswerte.


Obwohl Kanada bereits im August liefern hat können, sind die Impfstoffe noch vor Ort, denn es wurde noch über ethische und logistische Fragen gestritten. Das US-Unternehmen NewLink Genetics, das die Lizenz für die kommerzielle Nutzung des Impfstoffes besitzt, hat bereits im August angekündigt, innerhalb von ein bis zwei Monaten zehntausende Einheiten des Mittels fabrizieren zu können.

Über die WHO soll nun der Impfstoff mit dem Namen VSV-EBOV für die in Afrika erkrankten Menschen angewendet werden. 


Natürlich forschen auch andere Unternehmen fieberhaft an einem Impfstoff, doch hinken diese weit hinterher. So hat der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline am Samstag erklärt, dass sie mit ihren Forschungen schneller vorankämen, als bisher angenommen. Falls alles gut läuft, kann das medizinische Personal in Afrika ab 2015 geimpft werden.


Von heute bis Mittwoch findet in Berlin der Weltgesundheitsgipfel statt. Es wird dabei um aktuelle Entwicklungen in der Medizin gehen. Tausende Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft werden zu diesem Gipfel erwartet. Ein Schwerpunkt ist das Ebola-Virus und es werden Strategien zur Bewältigung der Epidemie zu besprechen sein.


Meiner Meinung nach ist es ethisch kaum vertretbar, einen Impfstoff an Menschen zu testen, deren Einverständnis wohl kaum gegeben worden ist. Allerdings muss man bei der Ebola-Epidemie, die unaufhaltsam und rasant ihre Kreise zieht, globaler denken. Da ist das Schicksal einzelner, an irgendwelchen Nebenwirkungen eines noch nicht ganz ausgereiften Impfstoffes zu erkranken oder evtl. doch noch zu Tode zu kommen, gegenüber dem Schicksal der gesamten Weltbevölkerung als verschwindend klein zu bezeichnen.



Bis dann,

Sonny


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