Samstag, 18. Oktober 2014

Hape Kerkeling Autobiografie



Der Entertainer und deutscher Komiker Hape Kerkeling hat nach seinem Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“ ein neues Buch mit dem Titel „Der Junge muss an die frische Luft - Meine Kindheit und ich“, geschrieben und nun vorgestellt. Er erzählt in seinem bewegenden Buch vom Tod seiner Mutter und seiner Kindheit. Mit seiner Komik versucht er eine Art Abwehr gegen das Böse zu erschaffen und Leben zu retten.

Geplant hatte der Autor ein unterhaltsames Buch, im Sinne eines Rückblicks über seine Erfolge als Komiker und Showstar, zu schreiben. Doch ist ihm aufgefallen, dass er noch viel mehr mitzuteilen hat und so ist das Buch seine Autobiographie geworden.
Dabei ist es ihm nicht leicht gefallen seine Scheu zu überwinden und über seine Wunde zu schreiben.

Hape Kerkelings große Wunde in seinem Leben ist der tragische Selbstmord seiner Mutter als er acht Jahre alt war und wie er versucht hat mit dem Verlust umzugehen.
Im Sommer 1973, an einem Ferientag war Hape Kerkeling alleine mit seiner Mutter zu Hause und hatte ferngesehen. Seine Mutter sagte zu ihm, dass sie sich jetzt schlafen legen würde und er dürfe so lange fernsehen, wie er wolle. Das waren ihre letzten Worte. Der kleine Junge ahnte wohl, dass etwas nicht stimmen würde, blieb aber bis Sendeschluss vor dem Fernseher sitzen. Statt wie üblich in sein Kinderzimmer zu gehen, legte er sich zu seiner Mutter ins Bett. Viele Stunden später fand er das mit Schlaftabletten verschmierte Holundersaftglas.

Von der Großmutter großgezogen und recht früh zu seiner Homosexualität findend, schrieb sich Hape Kerkeling alles von der Seele.

Ich habe das andere Buch von Hape Kerkeling bereits gelesen und war von seinen Begegnungen auf dem Jakobsweg und seiner lustigen Schreibweise begeistert. Daher denke ich, dass auch diese Autobiographie sicher nicht trübsinnig zu lesen ist, sondern in seiner eigenen ulkig-komischen Weise zu lesen ist.

Sonny 



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