Der Entertainer und deutscher Komiker Hape
Kerkeling hat nach seinem Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem
Jakobsweg“ ein neues Buch mit dem Titel „Der Junge muss an die frische Luft -
Meine Kindheit und ich“, geschrieben und nun vorgestellt. Er erzählt in seinem
bewegenden Buch vom Tod seiner Mutter und seiner Kindheit. Mit seiner Komik
versucht er eine Art Abwehr gegen das Böse zu erschaffen und Leben zu retten.
Geplant hatte der Autor ein unterhaltsames
Buch, im Sinne eines Rückblicks über seine Erfolge als Komiker und Showstar, zu
schreiben. Doch ist ihm aufgefallen, dass er noch viel mehr mitzuteilen hat und
so ist das Buch seine Autobiographie geworden.
Dabei ist es ihm nicht leicht gefallen
seine Scheu zu überwinden und über seine Wunde zu schreiben.
Hape Kerkelings große Wunde in seinem
Leben ist der tragische Selbstmord seiner Mutter als er acht Jahre alt war und
wie er versucht hat mit dem Verlust umzugehen.
Im Sommer 1973, an einem Ferientag war
Hape Kerkeling alleine mit seiner Mutter zu Hause und hatte ferngesehen. Seine
Mutter sagte zu ihm, dass sie sich jetzt schlafen legen würde und er dürfe so
lange fernsehen, wie er wolle. Das waren ihre letzten Worte. Der kleine Junge ahnte
wohl, dass etwas nicht stimmen würde, blieb aber bis Sendeschluss vor dem
Fernseher sitzen. Statt wie üblich in sein Kinderzimmer zu gehen, legte er sich
zu seiner Mutter ins Bett. Viele Stunden später fand er das mit Schlaftabletten
verschmierte Holundersaftglas.
Von der Großmutter großgezogen und recht
früh zu seiner Homosexualität findend, schrieb sich Hape Kerkeling alles von
der Seele.
Ich habe das andere Buch von Hape
Kerkeling bereits gelesen und war von seinen Begegnungen auf dem Jakobsweg und
seiner lustigen Schreibweise begeistert. Daher denke ich, dass auch diese
Autobiographie sicher nicht trübsinnig zu lesen ist, sondern in seiner eigenen ulkig-komischen
Weise zu lesen ist.
Sonny
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ca. 309 Wörter
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