Am Dienstag, den 24. März 2015 stürzte ein Airbus des
Typs A320 der Lufthansa-Tochter Germanwings in den französischen Alpen ab. Es
handelte sich um den Flug 4U9525. Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona
nach Düsseldorf. Alle 144 Passagiere und die sechsköpfige Besatzung sind tot.
Darunter 2 Babys und 16 Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen, die mit ihren 2
Lehrerinnen auf dem Rückflug von einem Schüleraustausch waren.
Kurz nachdem das Flugzeug seine offizielle Flughöhe von
11.600 Metern erreicht hatte, begann die Maschine in raschem Tempo zu sinken.
Acht Minuten dauerte der Sturzflug. Dann zerschellte der Airbus mit einer
Geschwindigkeit von 800 km/Std. nordöstlich von Marseille am Berg.
Die erste Black-Box, der Stimmenrekorder, wurde gefunden
und nun sucht man verzweifelt nach der zweiten. Der Flugschreiber soll genauere
Informationen zum Unglückshergang liefern. Wie Kay Kratky, Lufthansa-Manager,
am Sonntagabend in der ARD-Talkshow „Günther Jauch" mitteilte, ist zu befürchten, dass der Flugschreiber
in viele kleine Teile zerschellt ist und damit unbrauchbar geworden sei.
Die Bergungsarbeiten sind in dem unwegsamen Gebiet
äußerst schwierig. Bisher konnten die etwa 600 Hilfskräfte nur zu Fuß zur
Unglücksstelle gelangen oder mittels Hubschrauber agieren. Nun soll ein Fahrweg
gebaut werden.
Bisher wird spekuliert, wie es zum Unfall kam. Es wird in
verschiedenen Richtungen ermittelt.
Noch schließt Brice Robin, der Staatsanwalt von
Marseille, die Möglichkeit eines technischen Defekts des Flugzeugs nicht aus.
Auch wenn die Auswertung des Stimmenrekorders darauf hinweisen, „dass der 27-jährige Copilot Andreas Lubitz den Piloten
aus dem Cockpit aussperrte und die Maschine absichtlich in einen Sinkflug
versetzte und so abstürzen ließ“.
Das Luftfahrbundesamt LBA arbeitet eng mit der
französischen Staatsanwaltschaft zusammen. Es ist für die Überprüfung der
medizinischen Tauglichkeit der Piloten und Co-Piloten verantwortlich. Jährlich
bis halbjährlich müssen diese einen Fragebogen ausfüllen und sich vom, durch
das LBA anerkannten, Flugmediziner untersuchen lassen. Wenn alles in Ordnung
ist, dürfen sie die Fluglizenz behalten. Nun sollen die Unterlagen von Andreas
Lubitz zur Überprüfung weitergegeben werden. Besonderes Augenmerk soll dabei
auf das Kürzel „SIC“ gerichtet werden, denn bisher ist lediglich dem Mediziner
bekannt, wofür es steht und warum Lubitz in regelmäßigen Zeitabständen
untersucht werden musste. Außerdem war er vor dem Flugeinsatz in
psychiatrischer Behandlung und habe ein eingeschränktes Sehvermögen gehabt.
Dies belegen mehrere zerrissene ärztliche Krankschreibungen, die bei der
Hausdurchsuchung gefunden wurden. Da er
sie seinem Arbeitgeber, der Lufthansa, nicht abgegeben hatte, wusste dieser
nichts davon und so kam es, dass er den Airbus als Co-Pilot, trotz
Krankenstand, hat fliegen dürfen.
Höchste Priorität setzt Staatsanwalt Brice Robin auf die
Auswertung der DNA von den getöteten Menschen. Bisher konnten allerdings nur 78 DNA –Spuren von den 150 sichergestellt werden. Ein
Abgleich mit den Familienangehörigen folgt noch.
Ich finde es fürchterlich, dass es zu solch einem Unglück
hat kommen können. Man hätte doch schon viel früher merken müssen, dass der
Co-Pilot Selbstmord gefährdet ist.
Es sollten künftig immer 2 Personen im Cockpit sein.
Falls sich der Pilot entfernen muss, könnte doch ein Crewmitglied beim
Co-Piloten bleiben. Außerdem bin ich für bessere Untersuchungen der Piloten und
Co-Piloten. Diese sollten vierteljährlich einen gesundheitlichen
Sicherheitscheck bei Fachärzten machen müssen. Die Ergebnisse sollten bei
Krankenstand nicht nur dem Patienten und dessen Krankenkasse auszuhändigen sein,
sondern automatisch an den Arbeitgeber erfolgen.
Warum der Name des Co-Piloten veröffentlicht wurde, ist
mir ein Rätsel. Hoffentlich gibt es bei dessen Eltern nun keine Lynchjustiz.
Mein aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen!
ca. 548 Wörter
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen